Matinee 14.10.2018

Opernakademie-Matinee der Musikhochschule Trossingen

 

V.l.n.r.: Prof. Andreas Reibenspies, Lea Decker, Yusuke Matsumura, Florence Awotula, Simon Hegele, Ivan Moisieiev, Julia Helena Bernhart, Linan Li, Dongho Park, Sebastian Walser

Mitwirkende:  

Lea Sophie Decker, Sopran
Linan Li, Sopran
Florence Awotula, Mezzosopran
Julia Helena Bernhart, Mezzosopran
Sebastian Walser, Bariton
Yusuke Matsumura, Bassbariton
Dongho Park, Bass
Simon Hegele, Bass

Am Flügel: Ivan Moisieiev

 

 

PROGRAMM:

Franz Schubert
Fischerweise (Schlechta)
Schäfers Klagelied (Goethe)
Sebastian Walser, Bariton

Franz Schubert
Gretchen am Spinnrade
(Goethe)
Linan Li, Sopran

Carl Loewe
Meeresleuchten (Siebel)
Yusuke Matsumura, Bassbariton

Johannes Brahms
Dein blaues Auge (Groth)
Yusuke Matsumura, Bassbariton

Georg Friedrich Händel
Svegliatevi nel core (Arie des Sesto aus Giulio Cesare)
Florence Awotula, Mezzo-Sopran

Georg Friedrich Händel
Sta nell’Ircana
(Arie des Ruggiere aus Alcina)
Julia Helena Bernhart, Mezzosopran

Otto Nicolai
Als Büblein klein an der Mutterbrust (Arie des Falstaff aus Die Lustigen Weiber von Windsor)
Dongho Park, Bass

Wolfgang Amadeus Mozart
Ach, ich fühl’s  (Arie der Pamina)
Lea Decker, Sopran

Wolfgang Amadeus Mozart
Madamina, il catalogo è questo (Arie des Leporello aus Don Giovanni)
Simon Hegele, Bass

Wolfgang Amadeus Mozart
Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen (Arie der Königin der Nacht)
Linan Li, Sopran

PAUSE

Vincenzo Bellini
Oh, quante volte (Arie der Giulietta aus I Capuleti e i Montecchi)
Lea Decker, Sopran

Charles Gounod
Faites-lui mes aveux (Arie des Siebel aus Faust)
Florence Awotula, Mezzosopran

Gioachino Rossini
La calunnia è un venticello (Arie des Basilio aus Il Barbiere di Siviglia)
Dongho Park, Bass

Gioachino Rossini
Una voce poco fa (Arie der Rosina aus Il Barbiere di Siviglia)
Julia Helena Bernhart, Mezzosopran

Giacomo Puccini
Quando m’en vo‘ (Arie der Musette aus La Bohème)
Lea Decker, Sopran

Giuseppe Verdi
Il lacerato spirito (Arie des Boccanegra aus Simone Boccanegra)
Simon Hegele, Bass

Giuseppe Verdi
Caro nome (Arie der Gilda aus Rigoletto)
Linan Li, Sopran

 

Lea Sophie Decker stammt aus Villingen im Schwarzwald und studiert derzeit im Bachelor Gesang bei Professor Andreas Reibenspies in Trossingen. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt sie mit 16 Jahren bei den Villinger Klosterspatzen und darauf aufbauend in der Gesangsklasse von Marianne Köhnlein-Göbel in Stuttgart. Seither sang sie in zahlreichen Oratorien-Konzerten in der Region und verfügt über ein breites, vielseitiges Repertoire, welches Oper, Lied und neue Musik beinhaltet. 2017 war sie zu Gast beim Mizmorim-Festival in Basel sowie den Internationalen Musiktagen in Donaueschingen. Auch als Pädagogin hat Lea Sophie Decker bereits einige Erfahrungen gesammelt und unterrichtet als Stimmbildnerin an der Domsingschule Rottenburg, bei der Jugendkantorei in Rottweil und der „Do-Re-Mi Singakademie“ in ihrer Heimatstadt Villingen. Im Jahr 2018 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands Stuttgart.

Linan Li, Foto Karla Kostanzer

Linan Li kommt aus Luoyang in China, wo sie 1993 geboren wurde. Schon in ihrer Kindheit sang sie in Chören, während der Schulzeit in Luoyang erhielt sie ersten Gesangsunterricht. Im Jahr 2006 errang sie in Peking den 1. Preis bei einem Internationalen Musikwettbewerb für jugendliche Teilnehmer, anschließend studierte sie im Bachelor Gesang an der Musikhochschule in Wuhan, Zentralchina. Nach dem Abschluss begann sie ihre Vorbereitung auf ein weiterführendes Studium in Deutschland, seit April 2018 ist sie Studentin im Masterstudiengang bei Prof. Andreas Reibenspies an der Musikhochschule Trossingen. Im Rahmen ihrer künstlerischen Ausbildung nahm sie zudem an verschiedenen Meisterkursen teil.

Florence Awotula, Foto André Hinderlich

Florence Awotula wuchs in London und Villingen-Schwenningen auf und sang schon von klein auf mit Freude im Chor. Mit 12 Jahren erhielt sie Stimmbildung bei Erkentrud Seitz und nahm daraufhin mehrfach erfolgreich bei Jugend Musiziert teil. Zurzeit studiert sie Gesang bei Andreas Reibenspies an der Musikhochschule Trossingen und absolvierte kürzlich ein Auslandssemester an der Royal Academy of Music in London. Wichtige Impulse erhielt sie durch Meisterkurse und Unterricht bei Alexandra Coku, Julie Kennard, Klesie Kelly-Moog, Ulrich Eisenlohr, Angelika Luz und Clemens Müller.
Florence Awotula ist regelmäßig Solistin in Villingen-Schwenningen und Umgebung, 2017 war sie Preisträgerin beim Kulturpreis Schwarzwald-Baar. Als vielseitige Künstlerin gilt ihr Interesse sowohl dem Oratorien- und Konzertrepertoire, als auch der Kammermusik, Chormusik und der Oper. Sie sang bereits die Rollen des Hänsel in „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck und African Madonna im gleichnamigen Oratorium von Felicity Laurence. Ihre besondere Liebe gilt dem deutschen Kunstlied, aber auch dem französischen und englischen Liedrepertoire. Auch im pädagogischen Bereich sammelte Florence Awotula bereits Erfahrung als Klavier- und Gesangslehrerin und leitet den Kirchenchor der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Schwenningen. Konzertreisen führten sie mit dem Philharmonia Chorus London nach Valencia, zur Elbphilharmonie Hamburg und Lille, im Sommer 2017 gab sie ihren ersten Liederabend in Savona, Italien.

Julia Helena Bernhart, Foto Marina Michaelis

Julia Helena Bernhart wurde in Rottweil geboren und erhielt an der dortigen Musikschule Gesangs-, Geigen-, Klavier und Bratschenunterricht. Nach dem Abitur begann sie ihr Studium Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, welches sie mit dem Diplom abschloss. Ein Aufbaustudium bei Prof. Charlotte Lehmann in Hannover sowie zahlreiche Meisterkurse runden ihre Ausbildung ab. Julia Helena wurde schon während ihres Studiums an das Staatstheater Cottbus engagiert und sang als Teilnehmerin der „Akademie Meistersinger“ des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele einen Lehrbuben unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti und der Inszenierung von Stefan Herheim. Die junge Sängerin widmet sich auch besonders dem Lied- und Konzertgesang, gibt regelmäßig Liederabende und konzertierte in der Laeiszhalle Hamburg, der Glocke Bremen, dem NDR Funkhaus Hannover und beim Bachfest in Leipzig. Ab Oktober studiert Julia Helena im Masterstudiengang „Lied und Oratorium“ in der Klasse von Prof. Andreas Reibenspies an der Musikhochschule Trossingen.

Sebastian Walser begann seine Gesangsausbildung bei den Aurelius Sängerknaben Calw, hier sammelte er wichtige musikalische Erfahrungen auf Konzertreisen durch Deutschland und Europa, sowie durch über 50 Solo-Engagements (u.a. Mozarts “Zauberflöte“, Ernest Blochs “Macbeth“) an den Opern in Berlin, Bonn, Stuttgart, Frankfurt und Graz. Zu dieser Zeit errang er auch mehrere 1. Preise bei „Jugend Musiziert“, auch auf dem Violoncello ist er mehrfach Preisträger. Nach dem Schulabschluss erhielt er Gesangsunterricht bei Agnes Habereder, seit 2013 studierte er Schulmusik mit Hauptfach Violoncello bei Prof. Mario De Secondi, weitere Schwerpunkte waren Gesang und Chorleitung. Angeregt durch einen Meisterkurs im Sommer 2017 studiert Sebastian Walser seit April 2018 in der Klasse von Prof. Andreas Reibenspies.

Yusuke Matsumura, Foto Laquan Studio

Yusuke Matsumura stammt aus Tokyo, Japan. Er studierte zunächst Englisch für Lehramt an der Staatlichen Universität Shinshu, erst mit 22 Jahren erhielt er ersten Gesangsunterricht bei Prof. Kyoko Ikeda. Ab 2015 studierte er Musikpädagogik Gesang bei Prof. Hidekazu Ishizaki an der Gakugei-Universität in Tokyo, seit Wintersemester 2018 ist er Mitglied der Gesangsklasse von Prof. Andreas Reibenspies in Trossingen.
Yusuke Matsumura betreibt neben dem Gesang auch die Kunst des Pfeifens, er war Preisträger des „International Pfeifen-Wettbewerbs Osaka“, in Japan trat er in einigen TV Programmen auf und hat einen eigenen Youtube-Kanal.

Dongho Park kommt aus Daegu, Südkorea und erhielt bereits während seiner Schulzeit ersten Gesangsunterricht. Schon früh sang er in Chören, so unter anderem im „Korea Royal Opernchor“ und konnte zudem erste solistische Erfahrungen als Bonze in Puccinis „Madam Butterfly“ am Opernhaus seiner Heimatstadt machen. Nach der Universität arbeitete er zwei Jahre im Koreanischen Staatschor, 2016 setzte er sein Gesangsstudium bei Prof. Andreas Reibenspies an der Musikhochschule Trossingen fort. Seither sang Dongho Park in einer Hochschulkooperation am Theater Konstanz und in zahlreichen Konzerten, unter anderem im Mai 2018 im Symphoniekonzert des Hochschulorchesters unter der Leitung von Prof. Sebastian Tewinkel.

Simon Hegele, Foto Carlos Montero

Simon Hegele wuchs in der Nähe von Kempten im Allgäu auf, wo er schon früh in zahlreichen Chören und Ensembles in der Region sang. Seinen ersten Gesangsunterricht erhielt er bei Susanne Hein-Keßler an der Sing- und Musikschule Kempten, wo er auch im Jugendchor und später im Collegium Vokale mitsang. Nach dem Abitur begann er zunächst ein Studium im Bereich Elektro- und Informationstechnik, zudem leitete er zeitweise den Kirchenchor in Durach. Später entschied er sich für eine Ausbildung zum Chor- und Ensembleleiter an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach und erhielt dort Gesangsunterricht bei Siglinde Damisch-Kusterer. Seit Wintersemester 2014/15 studiert er Gesang an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Andreas Reibenspies. Von Beginn seines Studiums an wirkte er solistisch bei Hochschulproduktionen und Workshops mit. Meisterkurse bei Prof. Klesie Kelly-Moog, Lucy Schaufer und Angelika Luz erweiterten darüber hinaus sein musikalisches Spektrum. 2017 übernahm er bei einer Opernproduktion in Biberach unter der musikalischen Leitung von Andreas Winter die Rolle des Ministers Don Fernando in Beethovens Fidelio. Auch als Chorsänger ist Simon Hegele aktiv, so trat er beispielsweise im Dezember 2016 mit G. F. Händels Messias und März 2018 mit Bachs Messe in H-moll mit dem Chor der Internationalen Chorakademie Lübeck unter der Leitung von Rolf Beck sowie Silvester 2017 mit Beethovens 9. Sinfonie mit dem Chor der Bamberger Symphoniker unter Dirigent Jakub Hrůša auf. Simon Hegele ist zudem ein gefragter Oratoriensolist.

Ivan Moisieiev wurde 1983 in Saporozhie, Ukraine geboren. Schon im Alter von acht Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht an der Musikschule in Saporozhie und studierte ab 1999 Klavier, zunächst am Staatlichen College für Musik in seiner Heimatstadt, später an der Universität der Künste in Charkow. Seit 2015 war er Masterstudent in der Liedgestaltungsklasse von Prof. Peter Nelson, zurzeit macht er sein Konzertexamen an der Musikhochschule Trossingen und arbeitet als dort Korrepetitor. Als Solopianist hat er mehrere Preise gewonnen, darunter den „My World–Art“ Preis in Moskau (Russland), den „Nadezhda Obuchowa Preis“ in Feodosija (Ukraine) und den „New Names“–Wettbewerb in Kiew (Ukraine).

Voller Saal mit der Mezzosopranistin Julia Helena Bernhart